Kreistag: kein Glyphosat – ein Anfang ist gemacht…

In der letzten Kreistagssitzung wurde der Antrag „Glyphosatfreier Wartburgkreis“ unserer Fraktion (SPD-GRÜNE-LAD) mit knapper Mehrheit beschlossen. „Damit hat der Kreistag ein deutliches Zeichen gegen dieses hoch umstrittene Ackergift gesetzt. Das freut mich sehr. Warum die CDU- Fraktion mit Vehemenz den Antrag ablehnte, kann ich nicht verstehen“, sagt Andreas Hundertmark, der den Antrag einbrachte. In seiner Rede dazu im Kreistag ging er nicht nur auf die mögliche Krebsgefahr ein, sondern hob die Gefahren für die Artenvielfalt hervor.

„Es gibt weniger Schmetterlinge, weniger Bienen, Hummeln und andere Insekten – das ist Besorgnis erregend. Viele Menschen wundern sich, warum bei langen Autofahrten die Windschutzscheiben sauber bleiben und warum auf Wiesen kaum Falter zu sehen sind. Dies hat auch mit Glyphosat zu tun.“

Glyphosat ist das in Deutschland und der Welt am häufigsten eingesetzte Pflanzengift; es wird auf 40 Prozent der deutschen Ackerflächen eingesetzt. Es ist laut Krebsforschungsagentur der WHO „wahrscheinlich krebserregend beim Menschen“ und zerstört die biologische Vielfalt. 70 Prozent der Deutschen sind für ein Verbot von Glyphosat, bei über 70 Prozent lässt es sich im Urin nachweisen. Glyphosat muss verboten werden!

Der Landkreis kann zwar Glyphosat nicht verbieten, aber der Antrag führt zum Verzicht bei allen landkreiseigenen bzw. unter seiner Bewirtschaftung stehenden Flächen des Wartburgkreises. Darüber hinaus soll er Landwirte sowie Bürgerinnen und Bürger aufgefordert werden, dem Beispiel des Landkreises zu folgen und auch keine glyphosathaltigen Produkte mehr einzusetzen. Von zuständigen Ämtern des Wartburgkreises sollen Landwirte über alternative Bewirtschaftungsmethoden informiert und beraten werden.

 

 

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