„Salz gehört in die Suppe, nicht in die Werra“

„Salz gehört in die Suppe, nicht in die Werra“ war bereits 2015 auf Plakaten der Ländereinigung Flussgebietsgemeinschaft (FGG) Werra-Weser zu lesen, welche sich länderübergreifend für ein nachhaltiges Flussgebietsmanagement zusammengeschlossen hatte. Die FGG konnte bereits in der Vergangenheit mit ihrem Bewirtschaftungsplan erheblich zur Minderung der Salzeinleitung in die Werra durch K+S beitragen. Zudem war es durch die Bestrebungen der FGG möglich, ein in Dezember 2009 anstehendes Vertragsverletzungsverfahren der Europäischen Union gegen die Bundesrepublik Deutschland, auf Grund von Verstößen gegen die Europäische Wasserrahmenrichtlinie, abzuwehren. Ohne eine durch den FGG erwirkte Kehrtwende in diesem Bereich, hätten die aus dem Verfahren zu erwartenden Strafzahlungen eine enorme Belastung für den Steuerzahler bedeuten können. Federführend in der FGG wurde 2015 durch unsere Thüringer Umweltministerin Anja Siegesmund, mit der Fassung eines Bewirtschaftungsplanes zur Minderung der Salzbelastung in der Werra, wesentlich zum Umwelt-schutz unserer Region beigetragen.

Abraumhalde des Kalibergbaus zwischen Unterbreizbach und Philippsthal

Mit Entsetzen musste nun der Regionalverband Bündnis 90/Die Grünen Wartburgkreis / Eisenach zur Kenntnis nehmen, dass im Rahmen der Fortschreibung des Bewirtschaftungsplans 2015-2021 für den Zeitraum 2022-2027 durch den FGG seitens K+S ein Antrag zur Erhöhung der Salzeinleitung in die Werra gestellt wurde. Der grüne Regionalverband Wartburgkreis / Eisenach positioniert sich ganz entschieden gegen eine Erhöhung der Salzeinleitung in die Werra. Wir fordern von K+S die konsequente Umsetzung der bestehenden Pläne zur Salzreduzierung in der Werra und appellieren hierbei an die jeweiligen, teils grünen, Ländervertreter in der FGG. Durch die bereits in der Vergangenheit getroffenen Maßnahmen wurde einer erheblicher Beitrag zum Umweltschutz und damit einhergehend für einen guten ökologischen und chemischen Zustand der Werra und somit unserer Region und Heimat geleistet.

Der grüne Regionalverband Wartburgkreis / Eisenach folgt uneingeschränkt den Ausführungen der Thüringer Landtagsabgeordneten Laura Wahl, dass bei den Fortschreibungen der Bewirtschaftungspläne bis 2027 keinesfalls von den bisher gültigen Zielwerten zur Minderung der Salzeinleitung abgewichen werden darf.

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