Was kommt nach dem „wanken“?

Am 16.03. wird in Eisenach eine Demonstration gegen rechte Einstellungen und Gewalt stattfinden, zu der bundesweit aufgerufen wurde.

Wir Eisenacher Grüne, als Fraktion und Partei stellen fest: „Wir glauben nicht, dass die Sprache und die Botschaft der Demonstrierenden den Zweck erfüllt, den die Aufrufenden bewirken wollten. Auch führt die Verunsicherung über die Demonstrierenden nicht dazu, dass deren Anliegen als berechtigt wahrgenommen wird. Die sich in den letzten Wochen entwickelnde Atmosphäre sorgt überwiegend für Ängste in der Bevölkerung und nicht für Akzeptanz des Demonstrationsgrundes.“

Die Eisenacher Grünen und die Stadtratsfraktion appellieren an alle EisenacherInnen, den Alltag eines demokratischen, gleichberechtigten und vielfältigen Lebens in Eisenach nicht als Normalität anzusehen.

Denn rechte Einstellungen und Handlungen zeigen sich nicht nur an den Aufklebern in der Stadt und den erst kürzlich stattgefundenen Gerichtsverhandlungen um rechte Gewalt. Auch dann, wenn eine gefühlte Freiheit von Gemeintem und Gesagtem andere Menschen verletzt oder herabwürdigt, ist ein Miteinander in der Stadt und letztendlich die demokratische Atmosphäre in der Stadt gefährdet.

„Wir müssen uns jeden Tag dafür einzusetzen, dass alle hier Lebenden, egal ob hier geboren, nach Eisenach geflüchtet oder nur kurz zu Gast ein Miteinander und das Zusammenleben in der Stadt als Gewinn für sich und andere empfinden. Dafür müssen wir alle aktiv werden und, wie es viele bereits ehrenamtlich in Eisenach sind, auch bleiben.“

Demokratie und ein menschengerechtes Miteinander fallen nicht vom Himmel, sie müssen täglich neu erkämpft werden. Dafür brauchen wir in Eisenach einen starken, demokratischen und klugen Stadtrat, der für eine maßvolle Politik mit klarer Kante steht.

Kein Platz für Hetze, Unmenschlichkeit und mehr Rechte in Eisenach.

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