Was lange währt… unser Klimaantrag

Am 10.09.2019 wurde auf Initiative der grünen Eisenacher Stadtratsfraktion gemeinsam mit der Linken und der SPD der Antrag “Ausrufung des Klimanotstandes und Umsetzung erster Maßnahmen” als Vorlage 0070-AT/2019 in den politischen Ablauf eingebracht.

Jetzt, nach 308 Tagen, am 14.07.2020 hat der Eisenacher Stadtrat den im Laufe der Zeit konkretisierten Antrag angenommen. Wir danken der Linken, der SPD, der CDU und dem BfE, die zum Gelingen dieses Antrags beigetragen haben.

Kern des Antrages sind 25 Maßnahmen, welche Eisenach helfen werden, zu einer “klimaneutralen Stadt zu werden und einen Beitrag zum Klimaschutz zu leisten”.

Der Link zum Antrag im Ratsinfosystem der Stadt Eisenach und seiner Geschichte im Stadtrat findet sich hier:

https://ris.eisenach.de/bi/vo0050.php?__kvonr=6329

Reaktivierung der Bahnstrecke Vacha – Gerstungen

Der Verband Deutscher Verkehrsunternehmen (VDV) und die Allianz pro Schiene legten in der letzten Woche eine Neuauflage der Reaktivierungsvorschläge für Bahnstrecken vor. Mit der Reaktivierung von Bahnstrecken wird Personen- und/oder Güterverkehr auf zuvor stillgelegten Gleisen wieder aufgenommen. Neu mit dabei auf der Liste ist auch eine Strecke im Wartburgkreis.

Die Verbindung zwischen Vacha und Gerstungen wird auch Werratalbahn genannt und bestand von 1905 bis zum Mauerbau 1962. Der bündnisgrüne Regionalverband in der Wartburgregion begrüßt ausdrücklich diesen Vorschlag der Verbände die Strecke wieder zu nutzen.

Vor allem die deutsche Teilung führte zur fast vollständigen Stilllegung der Strecke. Nur ein Teilstück wurde vom K+S Konzern noch genutzt. Dieser Teil wurde in den letzten Jahren verstärkt ausgbaut. Ende 2020 wird es wieder eine durchgehende Schienenverbindung zwischen Vacha und Gerstungen geben, die vom K+S-Verbundwerk Werra zum Transport von Schlacke für die Abdeckung der Salzhalden genutzt werden soll.

Auch die Bahnstrecke Bad Salzungen – Vacha war einige Jahre stillgelegt. Sie wird heute wieder für den Gütertransport genutzt. Der Personenvekehr ist aber seit 2001 eingestellt. Mit der Verbindung nach Gerstungen macht auch der Personenverkehr zwischen Bad Salzungen und Vacha wieder Sinn.

“Dadurch bekämen die Gemeinden im Werratal eine attraktive Verkehrsverbindung in die Kreisstadt. Gemeinden mit einem Bahnanschluss sind für die Bevölkerung und die Wirtschaft attraktiver. Die Eisenbahn bringt mehr Lebensqualität in ländliche Regionen und schafft Flexibilität”, sagt Andreas Hundertmark, Sprecher der Grünen in der Wartburgregion.

Eine Reaktivierung von Eisenbahnstrecken bedeutet keine Absage an den Busverkehr. Eine Eisenbahnstrecke führt vielmehr zu einer Belebung des gesamten ÖPNV. Der Busverkehr muss auf den Bahnverkehr abgestimmt werden.

“Auch abseits der ICE-Stecken brauchen wir künftig mehr Schienenverkehr. Nur so werden wir die Klimaschutzziele im Verkehrsbereich erreichen können. Die Belebung der Strecke ist ein wichtiger Schritt hin zu einer Verkehrswende”, so Hundertmark.

Leserbrief zum O1: Max von Trott

Sporthalle im O1 – ein Appell an die Stadträte

Am kommenden Dienstag wird im Stadtrat über die Zukunft des O1 und der geplanten Sportstätte beraten.

Die Turnhalle in die Hülle des großen O1 einzupassen, war eine großartige Idee: Einerseits sollte das schützenswerte und für Eisenach identitätsstiftende und wichtige Industriedenkmal endlich gerettet werden. Andererseits konnte auch das Projekt Turnhalle städtebaulich sinnvoll untergebracht werden. Große Sporthallen sind introvertierte Gebäude, die nach außen geschlossen wirken und mit ihren Fassaden nicht zur Belebung des öffentlichen Raumes beitragen.

Ein Eisenacher Architekturbüro hatte vor Jahren einen guten Plan entworfen, wie man eine Halle in das Hallenbauwerk hineinstellen und dabei die Fassade erhalten konnte. Dieser Plan ließ, vereinfacht gesagt, innen vor der Fassade eine Tragachse stehen, so dass wie bei einem Donut nur ein Ring stehen blieb. In der Mitte konnte man eine vergleichsweise preisgünstige Halle hineinbauen, die sich nur noch um Wärmeschutz kümmern musste, nicht mehr um eine schöne Fassade. Für die Sanierung der wohlproportionierten und denkmalgeschützten Ziegelfassade wären EFRE-Fördermittel aufgekommen.

Doch dann gab es eine Komplikation. Nach vielen verschiedenen Gesprächen in Erfurt fand sich die Stadt aus fördertechnischen Gründen mit einem Projekt wieder, das neben der Halle auch eine Berufsschule im O1 vorsah. Viele Architekten rieten davon ab, aber die Fördermittelpolitik gab den Takt vor. Ein Wettbewerb wurde ausgelobt, mit einem mächtigen Raumprogramm in dieser schwierig zu bearbeitenden Bausubstanz: Das O1 wirkt mit seiner Ziegelsteinfassade recht massiv, doch das täuscht. Es ist ein weit gespanntes Stahlskelett, mit weiten Stahlgefachen an der Fassade, die nur 12 cm stark mit Ziegelmauerwerk ausgefüllt sind. Man kann von einer „Ziegelhaut“ sprechen. Die durchgehenden Stahlträger sind problematische Wärme- und Schallbrücken. Mit der höherwertigen Nutzung Berufsschule und der intensiven Nutzung jedes Kubikmeters wurde die Bautechnik erheblich aufwändiger. So aufwändig, dass die Kosten durch die Decke gehen mussten und nun das Projekt ins Wanken geraten ist.

Jetzt wird lebhaft darüber diskutiert, ob man nicht das ganze Problem O1 erst einmal verschieben und stattdessen eine neue Halle davor bauen solle. In das O1 könne man später eine Bildungseinrichtung bauen, z.B. das zusammengelegte Elisabeth- und E.-Abbe-Gymnasium.

Von dieser Überlegung sollte dringend abgeraten werden: Die große Dreifeldhalle vor dem O1 würde dem Denkmalwert von O1 und Automobilmuseum abträglich sein. Neben der neuen Halle stünde dann noch immer das unsanierte O1, die Diskussionen über die Schulbauten darinnen würden Jahre dauern, bis man übereinkommen wird, dass Abriss und Neubau günstiger sein werden. Es ist viel einfacher und preisgünstiger, eine Halle in das O1 zu bauen, als eine Schule. Die freie Fläche vor dem O1 würde sich viel besser für einen Schulneubau eignen. Mit vielen Türen und Fenstern und einem schönen Schulhof würde er zu einem belebten Campus beitragen können.

Werte Stadträte, geben Sie dem O1 und dem Heinrich-Erhardt-Platz diese vielleicht letzte Chance und lassen Sie sich auf eine Untersuchung ein, die die Errichtung einer Turnhalle ohne Berufsschule im Denkmal prüft. Die vermeintliche Reißleine mit dem Neubau wird eine Menge neue Probleme schaffen, die Ihnen jetzt noch nicht bewusst sind. Wir fangen nicht bei Null an. Es gibt schon so viel Grundlagenwissen, Entwürfe und Berechnungen. Es ist viel wahrscheinlicher, dass dieses Mal die Rettung des O1 mit der Sporthalle gelingen kann. Schauen Sie sich einmal den alten Entwurf an und lassen sie sich auch die städtebaulichen Entwicklungschancen mit einem sanierten O1 aufzeichnen – ein guter Städtebau erfordert Durchhaltevermögen.

Max von Trott, 08.05.2020

Lachen, auch wenn’s zum weinen ist…

Was erwartet Sie in diesem Jahr? Mit dem Jahreswechsel beginnen die Zwanziger Jahre des 21. Jahrhunderts. Wird es ein Tanz auf dem Vulkan? Wir freuen uns auf bissige Beiträge von:

  • Madeleine Henfling (Mitglied des Thüringer Landtages)
  • Ann-Sophie Bohm-Eisenbrandt (Sprecherin des Landesverbandes von BÜNDNIS 90/DIE GRÜNEN)
  • Dirk Adams (Fraktionsvorsitzender im Thüringer Landtag)

Für einen Imbiss ist gesorgt, Getränke werden selbst finanziert. Um Anmeldung wird gebeten bis zum 24. Februar 2020 unter:

Email: kontakt@gruene-wartburgkreis-eisenach.de
Email: info@gruene-thueringen.de
Mobil: 0177 / 29 31 722

Es ist ernst in Thüringen…

Mit Wut und großer Enttäuschung reagiert der bündnisgrüne Regionalverband der Wartburgregion auf die Wahl des FDP-Fraktionsvorsitzenden Kemmerich zum Ministerpräsidenten des Freistaates Thüringen:

Es ist nicht der demokratische Akt einer Wahl, sondern die Tatsache, dass diese Wahl nur mit den Stimmen der AfD möglich war, was einen Dammbruch in der parlamentarischen Geschichte des Freistaates darstellt. Thomas Kemmerich ist mit Hilfe von einer AfD ins Amt gekommen, die in Thüringen von einem Faschisten geführt wird. Das ist ein Pakt mit Rechtsextremen. Es widerspricht gelebter politischer Praxis im parlamentarischen System Deutschlands, dass diese Konstellation im dritten Wahlgang ein Zufall der Stimmabgabe der Abgeordneten von CDU, AfD und FDP war.

Wir erwarten von Thomas Kemmerich, dass er das Amt unverzüglich niederlegt.

Wir sind entsetzt von der Ruchlosigkeit und Verantwortungslosigkeit von CDU und FDP in Thüringen. Man sollte sich schon fragen, welches Kalkül steckt hinter einem Mann, der sich erst von den Faschisten wählen lässt und anschließend von einer Brandmauer gegen die AfD spricht.

Für den Regionalverband von BÜNDNIS 90/DIE GRÜNEN ist eins klar: Auch die CDU und insbesondere ihre Landtagsabgeordneten der Wartburgregion Walk, Henkel und Malsch haben damit den Respekt eines politischen Partners verspielt.

Wenn die selbsternannte Thüringenpartei auch nur ein bisschen Sinn für politische Verantwortung in diesem Land hat, dann folgt sie in bewährter Tradition den Vorgaben aus Berlin – Paul Ziemiak hat die Richtung vorgegeben – Neuwahlen.

Neuen Regionalvorstand gewählt

Am 07.01.2020 trafen sich die Mitglieder des Regionalverbandes Wartburgkreis und der Stadt Eisenach zu ihrer ersten Versammlung im neuen Jahr.

Neben dem Austausch von Neujahrgrüßen und der Veranstaltungsplanung für die nächsten Monate stand vor allem die Entlastung des alten und die Wahl eines neuen Regionalvorstandes im Mittelpunkt. Die Teilnehmer waren zahlreich und in großer Runde stellten sich die Kandidaten vor.

Der Sprecher des Vorstandes Andreas Hundertmark zog trotzt des enttäuschenden Ergebnisses der Landtagswahlen eine positive Bilanz der Arbeit der letzten beiden Jahre. So wurden bei der Kommunalwahl im letzen Jahr Mandate dazugewonnen und 14 neue Mitglieder konnte der Regionalverband in seinen Reihen begrüßen. Besonders hob er die neue Partnerschaft mit dem bündnisgrünen Kreisverband Paderborn hervor. So gab es viele gemeinsamen Aktionen zu den Landtagswahlen und einen thematische Austausch zu kommunalen Themen. Die gute Zusammenarbeit will der Regionalverband fortsetzen.

v.l.n.r. Sebastian Krieg, Stefanie Schrön, Andreas Hundertmark, Sarah Hitscher-Rückrieme, Stefan Schweßinger, Philipp Lindner, Susanne Fink

Andreas Hundertmark und Stefanie Schrön traten erneut zur Wahl als Sprecher und Sprecherin an, auch Stefan Schweßinger bestätigte seine Bewerbung um den Posten des Schatzmeisters, in dem er schon seit vielen Jahre gute Arbeit leistet. Ebenso stellten sich bekannte Gesichter wie Susanne Fink, Maria Petzold und Sebastian Krieg zur Wahl. Ulrike Lieberknecht, welche den Regionalverband jahrelang als Beisitzerin begleitete, legt ihr Amt aus privaten Gründen nieder.

Dafür bewarben sich zwei neue Gesichter als Beisitzer und Besitzerin im Vorstand. Philipp Lindner arbeitet im Jugendamt des Wartburgkreises und engagiert sich seit einigen Monaten als Mitglied im Regionalverband. Außerdem ist der Familienvater aus Wutha-Farnroda im Tierschutz aktiv. Die zweite Bewerberin Sarah Hitscher-Rückrieme ist Medizinprodukteberaterin und kann bereits politische Erfahrung vorweisen, da die 30-jährige Bad Liebensteinerin seit August 2019 als Fraktionsgeschäftsführerin für SPD-Grüne im Kreistag des Wartburgkreis tätig ist.

In den Vorstand wurden folgende Mitglieder gewählt:

Stefanie Schrön und Andreas Hundertmark – Sprecher/in

Stefan Schweßinger – Schatzmeister

Susanne Fink, Sarah Hitscher-Rückrieme, Sebastian Krieg und Philipp Lindner – Beisitzer/innen

Alle gewählten Mitglieder nahmen die Wahl gerne an und freuen sich auf die künftige Zusammenarbeit.

Der Ruhepol im Advent – der alternative Adventsmarkt

Am Samstag, 07. Dezember 2019 von 13:00 – 18:00 Uhr findet der zur schönen Tradition gewordene Kleine Alternative Adventsmarkt im KunstPavillon Eisenach unter der Schirmherrschaft des Thüringischen Umweltzentrums e.V. Eisenach statt.

Unter dem Motto: „Weihnachen lässt sich auch ökologisch und nachhaltig gestalten“ präsentieren verschiedene Initiativen, Vereine und engagierte Menschen Weihnachtliches für eine bessere Welt.

Es gibt viele Bio- und naturbelassene Waren, Produkte aus fairem Handel, Kunstgewerbliches, selbstgefertigten Weihnachtschmuck, Holzschnitzereien, Puppen und Spielzeug, weihnachtliche Tiffany-Glasbilder u.a.m.

Auch für eine jahreszeitlich angemessene kulinarische Versorgung ist gesorgt.

Ein Teil der Erlöse wird der Kinderbürgermeisterin zur Verfügung gestellt, damit auch Familien mit wenig Geld ein schönes Weihnachtsfest feiern können.

“Danke” – kein leeres Wort

Wir haben alles gegeben, haben ein Angebot an die Wählerinnen und Wähler der Wartburgregion gemacht. Es war ein anstrengend schöner Wahlkampf mit vielen Erlebnissen. Mit Diskussionen, wohlmeinenden und auch kritischen, aber das gehört dazu, sich diesen zu stellen.

Wir sagen: “Vielen Dank an unsere Wählerinnen und Wähler, welche uns Ihr Vertrauen und Ihre Stimme gaben.”


Unsere Bewerber erreichten diese Ergebnisse:

Bewerber ErststimmeZweitstimme
WK 5: Andreas Hundertmark 4,5%3,4%
WK 6: Dr. Robert Kirchner 6,1%5,0%
WK 7: Elias Bohn 4,9%3,8%

Es ist nicht das Ergebnis für die Region, welches wir erhofften. Aber wir haben gekämpft und werden uns weiterhin und immer wieder für die Wartburgregion einsetzen.

Letzte Chance: die Direktkandidaten zur Landtagswahl stellen sich

Die Kandidaten Dr. Robert Kirchner (WK 6) und Elias Bohn (WK 7) von BÜNDNIS 90/ DIE GRÜNEN zur Landtagswahl bieten allen Bürgerinnen und Bürgern an, mit ihnen nochmals ins Gespräch zu kommen.

Die Kandidaten sind am Freitag, den 25.10. von 15:00-17:30 Uhr vor der Stadtapotheke am Karlsplatz, sowie am Samstag, den 26.10. von 9:00-12:00 Uhr am Markt neben dem Brunnenkeller an den Infoständen in der Innenstadt für alle Interessierten zu den Wahlen zu erreichen.