Gratulation und Dankeschön

Gratulation an  Katja Wolf zur Wiederwahl zur Oberbürgermeisterin der Stadt Eisenach.

Sie hat die Stichwahl mit 58% der abgegebenen Stimmen gegen Michael Klostermann für sich entscheiden können. Dessen Ergebnis zeigte nach dem des ersten Wahlganges, dass er in der Lage war, einen Großteil der Wählerinnen des CDU-Kandidaten für sich zu gewinnen. Mit dem Sieg von Katja Wolf ist für sechs weitere Jahre die Fortführung der begonnenen Politik der Stadtspitze für Eisenach gesichert. Wir werden weiterhin die kommunale Politik konstruktiv, aber auch kritisch, jedoch nicht reißerisch skandalisierend, aktiv mitgestalten.

Uns hat der Wahlkampf, gerade in der letzten Phase vor der Stichwahl gezeigt, dass die EisenacherInnen zum Einen eine eigene Wahrnehmung der Situation in der Stadt haben und es zum Anderen keinen Automatismus für die Wirksamkeit politischer Bündnisse gibt. Hier erkennen wir für uns, dass es uns als PolitikerInnen nicht immer gelingt, die Situation in der Bevölkerung richtig einzuschätzen. Die direkte Wahrnehmung einer Persönlichkeit wirkte stärker als die Flyer im Briefkasten oder Umfrageergebnisse in der eigenen Facebookblase. Man kann und sollte der Meinungshoheit der eigenen Umwelt nicht vertrauen, die Vielfalt der Meinungen und ihre Verteilung in der Eisenacher Bevölkerung sind garantiert größer als die persönliche Umwelt oder unser aller Facebookblase.

Wir Eisenacher Grüne bedanken uns bei ALLEN 13.729 WählerInnen, welche Ihre Stimme abgegeben haben.

Das ist ein Zeichen dafür, dass sich 39,3% der wahlberechtigten EisenacherInnen aktiv in die unsere Demokratie eingebracht haben. Aber, dass bedeutet auch für uns, dass wir die EisenacherInnen, welche, warum auch immer nicht zu Wahl gegangen sind, nicht nur bitten, das nächste Wahl von ihrer Möglichkeit wählen zu gehen Gebrauch zu machen. Nein, die Eisenacher Grünen und die anderen demokratischen politischen Kräfte in Eisenach müssen ihre Anstrengungen verstärken, Politik und deren Inhalte für die Menschen verständlich zu machen und für sie eine Entscheidungsmöglichkeit zu bieten.

 

 

Bernd Schreier meint…

Verdrehung des Wählerwillens verhindern – kein Zurück in den Eisenacher Filz

Man kann es sehen, dass es trotz klammer Kassen in kleinen Schritten mit der Stadt vorangeht. Von der Sporthalle bis zum Tor zur Stadt, das bald aufhören wird, ein Loch zur Stadt zu sein. Man konnte auch erkennen, wie die derzeitige Oberbürgermeisterin auszumisten versuchte und in Eisenach die Stadtkultur aus vertrackten, halb korrupten bis strafrelevanten Interessen-, Beziehungs- und Seilschaftsgeflecht herausführte und dabei auch vorangekommen ist.

Gleichwohl gibt es noch sehr viel zu tun.

Im Sinne einer demokratischen Kultur, die Leistungen bewertet und nicht einfach nur Vorurteilen und Klischees folgt, ist ihre Arbeit mit einem Wahlergebnis von vielen, nicht linken Bürgern honoriert worden. Fast hätte der erste Wahlgang sogar zur Direktwahl genügt, aber das Gesetz schreibt nun einmal unter 50% eine Stichwahl vor, auch wenn der Konkurrent viel weniger Stimmen hat.

Mit Sorge sehe ich zurzeit, wie in den örtlichen Netzwerken, auf Internetseiten oder personenbezogen in Parteien, versucht wird, das begonnene Aufräumen der Verhältnisse in Eisenach durch Aktivitäten zur Stichwahl zu verhindern. Da werden unterschwellig von Frau Gisela Rexrodt Rechte aller Couleur umworben und die Linken faktisch diskriminiert, selbst die Kandidatin Wolf, die am Ende der DDR noch ein Kind war. Dies geschieht, um alle zur Wahl von Herrn Klostermann anzuregen und zu motivieren. Die Diskriminierung der Linken gerade durch Frau Rexrodt ist dabei hoch interessant, da sie selbst einmal vor langer Zeit für die PDS Bürgermeisterin werden wollte und eine der aktivsten und kämpferischsten Unterstützerinnen der Linken im letzten OB-Wahlkampf war.

Wiederum durch Herrn Walk (CDU) wird aktuell die alte Seilschaft zwischen den ehemaligen Volksparteien CDU und SPD reanimiert. Dies durch die direkte Aufforderung zur Wahl von Herrn Klostermann. Die Wähler der CDU wissen selbst sehr genau, was sie getan haben und tun können. Beim ersten Wahlgang hatten sie, wie viele andere Wähler auch, das Wohl der Stadt mit der Wahl eines aufrechten ehrlichen Kandidaten, Herrn Ihling, im Blick.

Werben um Stimmen ist legitim und keinem abzusprechen. Dennoch ärgert mich, dass sich immer wieder einige wenige Menschen in dieser Stadt als wissende und steuernde Möchtegern-Drahtzieher gerieren. Dies tun sie mit halbmanipulativem Gebaren und geben sich als die Guten, Ehrlichen und Gerechten. Als ob die Eisenacher nicht selbst wüssten, was sie denken und wählen sollen. Sehr wohl erinnern wir uns an alle Zusammenhänge der letzten Jahre. Wir Eisenacher brauchen keine solche Wahlempfehlung.

Ich hoffe, dass jeder Eisenacher am Wahlsonntag auf diese Spielchen reagiert und eine klare Entscheidung im eigenen Sinn trifft.

Natürlich wäre es naiv, einen Amtsinhaber wie die Oberbürgermeisterin Wolf zu verklären. Auch ihr muss man auf die Finger sehen.

Wenn man die jetzige Diskussion verfolgt, trifft übrigens auch vieles an der Kritik derjenigen zu, die oft als rechts oder populistisch stigmatisiert werden. Z. B., dass es oft egal zu sein scheint, wen man wählt. Anscheinend kriechen alle eh wieder unter eine Decke um miteinander kuscheln zu können, auch wenn man vorher gegeneinander angetreten ist.

Jeder muss seine Wahl treffen und zu Wahl gehen. Das ist wichtig für die Politikkultur dieser Stadt. Es muss in jedem Fall in Eisenach weiter gelüftet werden, wenn man das Wohl der Stadt ernsthaft im Auge hat. Die Rolle rückwärts in den alten Filz gilt es zu verhindern. Hinreichend ist das natürlich nicht. Es bedarf weiter der Wachsamkeit in den in Eisenach so vorbildlich aktiven Internetnetzwerken und den Berichterstattungen in den örtlichen Zeitungen.

25.04.2018

Vertrauen in Kontinuität: am 15.04.2018 Katja Wolf wiederwählen!

Am 15.04. wird in Eisenach gewählt. Wir Eisenacher Grüne haben uns entschlossen, die Amtsinhaberin Katja Wolf bei ihrer erneuten Kandidatur zu unterstützen. Mit ihr haben wir vor sechs Jahren die erste Frau an die Spitze der Eisenacher Stadtverwaltung bekommen. Sie hat in den letzten sechs Jahren die Stadt Eisenach auf einen Weg gebracht, der schwierig und auch nicht ohne Rückschläge war, aber das Erreichte spricht für ihre Arbeit und ist ein Ansporn dafür, dass der Weg der richtige ist.

Wir unterstützen Katja Wolf bei Ihrem Vorhaben, diesen Weg fortzusetzen.

Das heißt für uns:

  1. für eine Zukunft mit anspruchsvoller Kultur
    Wir unterstützen die weitere Entwicklung der Kulturlandschaft Eisenach mit einem starken Landestheater, einer erfolgreichen Thüringen-Philharmonie und einer gestärkten Eisenacher Museumslandschaft. Die Erfolge des Reformationsjubiläums für Eisenach werden thematisch mit den anstehenden Jubiläen und der Erweiterung der Erinnerungskultur an die Heilige Elisabeth weiterentwickelt. Neben diesem Blick auf die Eisenacher Vergangenheit wird der Zukunft mit der Weiterentwicklung der Jugendkultur Rechnung getragen.
  2. für eine Zukunft mit breiter Bildung
    Wir unterstützen den eingeschlagenen Weg der weiteren Sanierung der Eisenacher Schulen und Kindergärten. Diese Investitionen sind genauso wie eine zweite Gemeinschaftsschule und eine ausgebaute Duale Hochschule Investitionen in die Zukunft eines wachsenden Eisenachs. Genauso werden die städtischen Bildungsangebote wie Musikschule und die Volkshochschule für die Zukunft fit gemacht.
  3. für eine Zukunft mit starker Wirtschaft
    Ein Ende in den Bestrebungen neuer Wirtschaftsansiedlungen ist nicht abzusehen. Die Bedingungen hierfür werden den wirtschaftlichen Rahmenbedingungen entsprechend stetig verbessert und angepasst. Das Stadtmarketing wird mehr als bisher mit der Wirtschaftsförderung verbunden. Im Stadtbild Eisenachs werden die Brücken wieder ihre alte Funktion erhalten, ihre Sanierung muss kommen.
  4. für eine Zukunft für unser Eisenach
    Eisenach lebt durch seine BürgerInnen, deren Engagement und Beteiligung am Leben in der Stadt. Dieser begonnene Prozess wird fortgesetzt: das Ehrenamt und die aktive Bürgerbeteiligung werden weiter gestärkt, Spiel- und Sportstätten werden saniert und modernisiert, die neue Vereinssport- und Bundesliga-Handballhalle wird die Sportstadt Eisenach prägen. Der Klimaschutz wird neu belebt und nicht nur als Konzept in der Stadt verankert, dem Radverkehr und der Elektromobilität wird neuer Platz geschaffen. Und es bleibt dabei: Wohnraum in Eisenach wird bezahlbar bleiben.

Eisenach hat durch die zielstrebige politische Arbeit von Katja Wolf sehr viel Rückhalt und finanzielle Zuwendung aus der Landeshauptstadt Erfurt erfahren, das ist keine Selbstverständlichkeit. Ihre Arbeit hat Eisenachs Ansehen im Land deutlich gestärkt. Lassen Sie uns gemeinsam mit Katja Wolf als Oberbürgermeisterin diesen Weg weitergehen.

Sie sind als Bürger ein wichtiger Teil Eisenachs, Sie haben die Verantwortung, bitte nehmen Sie diese wahr!

Für eine gemeinsame Zukunft für Eisenach mit einer Oberbürgermeisterin Katja Wolf!

 

 

09.04.2018: Wenn Rassisten „Wir sind das Volk“ rufen, zeigen wir, dass wir das Volk und keine Rassisten sind.

 

Vielen Dank an alle, die an unserem Teil des Sternmarsches des Bündnis gegen Rechtsextremismus Eisenach am 09.04.2018 in der Eisenacher Innenstadt teilnahmen. Grüne Mitglieder, Sympathisanten, Gewerkschafter und Bürger von Eisenach unterstützten uns auf unserem Spaziergang vom Theaterplatz über die Jakobsstraße bis zum Markt, auf dem wir uns mir vier anderen Demonstrationsspaziergängen zu einer großen Kundgebung für ein buntes, friedliches und weltoffenes Eisenach vereinten. Es zeigte wieder einmal, dass die EisenacherInnen Gesicht für Demokratie und Vielfalt zeigen, wenn Rassisten versuchen, mit rechtem Populismus, Hass und Lügen in der Bevölkerung Angst zu verbreiten.

Und, was viel Wichtiger war: Während Rassisten und Rechtsextremisten Hass verbreiten, haben wir viel gelacht und massig Spaß gehabt. Wir haben ihnen den fest geglaubten Ort und den fest geglaubten Montag weggenommen. Ätsch!

 

 

Zu Besuch auf ein Frühstück im Wildkatzendorf Hütscheroda

Der Regionalverband BÜNDNIS 90/DIE GRÜNEN Wartburgkreis/Stadt Eisenach veranstaltete am Samstag, dem 07.04.2018, eine Frühstückstalkrunde im Wildkatzendorf Hütscheroda. Im Fokus der Diskussionsrunde mit Stefan Fricke stand der Naturschutz. Der Landratskandidat der SPD wird unterstützt von Linken, Grünen und LAD.

Der Wartburgkreis besitzt mit dem Biosphärenreservat Rhön im Süden sowie dem Nationalpark und Weltnaturerbe Hainich im Norden zwei von der UNESCO mit einem besonderen Schutz ausgewiesene Gebiete. Diese sind nicht nur von lokaler oder regionaler, sondern von weltweiter Bedeutung. Aber auch das Grüne Band im Westen und der Thüringer Wald in der Mitte und im Osten des Wartburgkreises sind bedeutende Naturressourcen, die es zu bewahren gilt. Der Wartburgkreis gehört somit zu einem der Landkreise mit einer hohen Dichte an wertvollen Schutzgebieten für Flora und Fauna, die den Menschen der Region, aber auch tausende Touristen aus aller Welt zur Erholung dienen.

Stefan Fricke betonte, dass Naturschutzbelange bei der Kreistagsarbeit angemessene Berücksichtigung finden müssen. Andreas Hundertmark (Kreistagsmitglied der Grünen) ergänzte, dass seit der Abschaffung des Umweltausschusses im gemeinsamen Ausschuss für Wirtschaft und Umwelt, Naturschutzbelange zu gunsten von Wirtschaftsbelangen fast gar keine Rolle mehr spielen. Die Grünen im Wartburgkreis erwarten vom neuen Landrat Unterstützung für die Wiederbelebung des Umweltausschusses. Mit einem Klimaschutzkonzept für den Wartburgkreis und den Belangen der vielfältigen Schutzgebiete bietet sich genügend Arbeit für diesen Ausschuss.

Die Leiterin des Wildkatzendorfes Claudia Wilhelm erläuterte die große Bedeutung des vom BUND getragenen Projektes „Rettungsnetz Wildkatze“, wozu auch das Wildkatzendorf Hütschenroda gehört. Sie ging in der Diskussion auf die aktuellen Probleme vor Ort ein. Dazu gehören die unzureichende ÖPNV-Anbindung und der fehlende Breitbandanschluss. Dabei traf sie bei Stefan Fricke und den Anwesenden auf offene Ohren.

Im Anschluss an die Diskussion wurden bei herrlichem Frühlingswetter die Wildkatzen im Schaugehege, der Wildkatzenlichtung, besucht.

Hier konnte Stefan Fricke seinen ganzen Mut beweisen, in dem er sich zusammen mit dem Pfleger zur Fütterung in das Gehege begab.

 

 

Verantwortung beginnt jetzt: Am 15.04.2018 Stefan Fricke wählen!

Am 15. April 2018 findet die Wahl zum Landrat im Wartburgkreis statt.

(v.l. Anja Müller (DIE LINKE), Stefanie Schrön (B90/die Grünen), Jürgen-Holland-Nell (SPD), Stefan Fricke (SPD), Maik Klotzbach (SPD)

Die Partei Bündnis 90/Die Grünen unterstützt in einem Wahlbündnis mit der SPD, der Partei DIE LINKE und der Alternative für Demokratie (LAD) den gemeinsamen Kandidaten Stefan Fricke.

Die Aufstellung eines gemeinsamen Kandidaten in dieser Form ist etwas Neues, auch für uns Grüne. Jedoch sehen wir in diesem Bündnis eine starke Basis und die Möglichkeit, den Wartburgkreis demokratischer, ökologischer und seine Verwaltung bürgernaher aufzustellen.

Folgendes wollen wir gemeinsam mit Stefan Fricke umsetzen:

  1. Erstellung eines kommunalen Klimaschutzkonzepts für den Wartburgkreis
    Im Rahmen der Klimaschutzinitiative fördert die Bundesregierung die Erstellung von kommunalen Klimaschutzkonzepten durch einen Zuschuss von bis zu 70 %. Denn wer heute in Klimaschutz investiert, senkt dauerhaft Energiekosten zum Beispiel in Schulen, Schwimmbädern oder Verwaltungsgebäuden und entlastet so den kommunalen Haushalt erheblich. Außerdem fördert Klimaschutz die Modernisierung der Infrastruktur und die Entwicklung innovativer Technologien. Das kommt der heimischen Industrie direkt zugute. Ortsansässige Unternehmen profitieren und neue, zukunftsträchtige Arbeitsplätze entstehen.
  2. Breitbandausbau vorantreiben
    Der Wartburgkreis hängt beim Breitbandausbau weit hinterher. In vielen Orten sind Surfgeschwindigkeiten von weniger als 1000 Kilobit/Sekunde normal. Das befördert jedoch auf Dauer die Flucht aus dem ländlichen Raum und die Abwanderung der Unternehmen aus dem Wartburgkreis. Der Breitbandausbau muss endlich zur Chefsache werden!
  3. Moderne Bildungslandschaft
    Der hohe Investitionsstau an vielen Schulen im Wartburgkreis muss endlich abgebaut werden. Die rot-rot-grüne Landesregierung stellt im Doppelhaushalt für Thüringen 120 Millionen für Schulsanierung bereit. Hier müssen für die Schulen des Wartburgkreises schlaue Raumkonzepte entwickelt werden, die digitales und selbstständiges Lernen fördern und Inklusives Lernen ermöglichen. Aktuell gibt es keine Gemeinschaftsschule im Wartburgkreis, das möchten wir ändern für eine längeres gemeinsames Lernen.
  4. Mehr Demokratie/ Bürger- und Serviceorientierte Verwaltung
    Einführung einer Bürgersprechstunde, berufene Bürger in die Ausschüsse des Kreistages, Etablierung eines Seniorenbeauftragten, Bestellung eines hauptamtlichen Brandschutzerziehers zur Jugend- und Nachwuchsförderung und eine Verwaltung die bürgernah und serviceorientiert agiert.

Alle der oben angesprochenen Themen werden schon seit vielen Jahren im Kreistag von den unterstützenden Parteien gefordert, jedoch bisher ohne Umsetzung!

Fühlen Sie sich verantwortlich. Es ist unser Wartburgkreis!

 

 

Der Regionalverband BÜNDNIS 90/DIE GRÜNEN Wartburgkreis/Stadt Eisenach unterstützt die Proteste gegen die geplante Stromtrasse Südlink

Zusammen mit einigen Tausend Bürger*innen und unserem Landratskandidaten Stefan Fricke nahmen wir an der Protestveranstaltung am 25.03.2018 in Fambach teil.

Die geplante Trasse durch Thüringen führt zu extra Zerschneidungen von Landschaften. Sie widerspricht somit dem Bündelungsprinzip. Laut dem Deutschen Institut für Wirtschaftsforschung ist sie zudem unnötig und zu teuer. Die Behauptung, der Südlink wäre das Rückgrat der Energiewende, kann bezweifelt werden, denn die geplante Leitungskapazität ist deutlich höher als der im Norden erzeugte Windstrom. Als Bündnisgrüne setzen wir auf eine kluge Energiewende, die auf dezentraler Erzeugung basiert. Das heißt, dass regenerativer Strom (z.B. Wind- und Sonnenstrom) dort erzeugt wird, wo er gebraucht wird. Das macht mit hohen Energieverlusten verbundenen Transport des Stromes über weite Strecken und damit neue Stromtrassen unnötig.

Bei der Umsetzung einer lokalen Energiewende sind aber auch die politisch Verantwortlichen im Landkreis gefragt. Ein Klimaschutzkonzept für den Wartburgkreis ist ein wesentlichen Baustein für mehr Energieeinsparung und die Förderung regenerative Energieversorgung vor Ort.

Unsere Forderungen nach einem Klimaschutzkonzept stießen bisher nur auf taube Ohren. Wer sich an die Spitze des Protestes stellt, muss auch Alternativen anbieten. Die Planung neuer Stromtrassen muss mit Augenmaß erfolgen, denn wir brauchen die Akzeptanz bei den Menschen. Dazu gehört für uns beim Leitungsbau das Bündelungsprinzip: keine extra Zerschneidungen von Landschaften, vorhandene Trassen wie entlang der A7 sollten genutzt werden. Jegliche Trassenfindung für Stromtrassen muss der gleichen Methodik folgen – dazu gehören insbesondere auch Kriterien wie Gradlinigkeit. Wir fordern eine faire Verteilung der Eingriffe. Wenn es gleichwertige Alternativen für den Südlink gibt, muss auch das berücksichtigt werden.

Gemeinsam mit Ministerin Siegesmund: unser Kandidat Stefan FrickeDas Grüne Band gehört zu einem Gesamtverbund des ehemaligen Grenzstreifens der innerdeutschen Grenze. Wer das mit Südlink zusammenbringen will, weiß offensichtlich nicht, dass auch eine Trassenfindung einem am Ende gesetzlich vorgegebenen Verfahren zu folgen hat. Wäre das Grüne Band eine zulässige Möglichkeit, hätte dies die Bundesbehörde Bundesnetzagentur bereits als Trassenalternative mit in den Untersuchungsraum aufgenommen. Das von der Bundesbehörde betriebene Planungsverfahren bietet da keinen Verhandlungsspielraum. Davon abgesehen ist Sinn und Zweck unseres Gesetzesvorhabens zum Grünen Band der Erhalt der Erinnerungskultur und die dauerhafte Garantie für eine wohl einmalige Flora und Fauna, die sich auf dem ehemaligen innerdeutschen Grenzstreifen seit dem Fall der Mauer angesiedelt hat.

Gemeinsam stark für eine starke Region

Am 28.02. trafen sich die Mitglieder des Regionalverbandes Wartburgkreis/Stadt Eisenach, um darüber zu beraten, wie sich der Regionalverband in den kommenden Wahlen zum Landrat des Wartburgkreises und zum Oberbürgermeister der Stadt Eisenach positionieren wird.

Nach offener und intensiver Diskussion trafen die anwesenden Mitglieder die Entscheidung, im Wartburgkreis gemeinsam mit der Partei Die Linke und der LAD den Landratskandidaten der SPD Stefan Fricke aktiv zu unterstützen. Das Bündnis aus SPD, Die Linke, BÜNDNIS 90/DIE GRÜNEN und LAD zeichnete sich zwischen den Partnern im Vorfeld bereits ab und hat durch die Zusammenarbeit der Partner im Kreistag bereits eine gute vertrauensvolle Basis.
Die breite Unterstützung begründet sich in der Programmatik von Stefan Fricke. Trotz der guten Situation des Wartburgkreises ist es notwendig, sich den Herausforderungen einer sich verändernden Gesellschaft zu stellen. Und hierzu trägt nicht nur die praxisnahe wirtschaftliche Kompetenz unseres Kandidaten bei, auch die anderen Beteiligten tragen mit ihrer Kompetenz zu einem Gesamtbild einer fassbaren und den Bürgern vermittelbaren Zukunftsvision für die Wartburgregion bei.

Am gleichen Abend konnten wir auch Katja Wolf als Kandidatin der Partei Die Linke für Oberbürgermeisteramt Eisenachs begrüßen. Zwischen Städtetag und Spätschicht im Eisenacher Rathaus stellte sich die Oberbürgermeisterin zur Arbeit der letzten sechs Jahre in Eisenach. Der Bogen spann sich natürlich von dem bisher Erreichten ebenso bis zu Themen, deren Erwartung auf Erfüllung durch die Anwesenden thematisiert wurde. Da wir als Regionalverband die Veränderungen in der Stadt in den letzten sechs Jahren positiv wahrgenommen haben und uns ebenso eine Fortführung dieser Entwicklung wünschen, haben wir einstimmig unsere aktive Unterstützung Katja Wolfs zu ihrer erneuten Kandidatur als Oberbürgermeisterin der Stadt Eisenach erklärt.

Beide, Katja Wolf und Stefan Fricke, sind in unseren Augen ein fachlich und menschlich gutes Team für eine gemeinsame Wartburgregion.

 

 

 

Aschermittwoch der Thüringer Grünen

Grosser Kokolores – das Thüringer Konzeptmuseum

Die Grünen der Stadt Eisenach und des Wartburgkreises zusammen mit den Thüringer Landesgrünen laden Sie alle ganz herzlich zur Erstbegehung des Thüringer Konzeptmuseums am 14.02,2018, 19:00 Uhr in den Kunstpavillon Eisenach ein.

Erregende, Zwiespalt wie Einfalt erzeugende Werke werden präsentiert, zeitgenössische politische Kunst genauso wie wirkmächtige frühneuzeitliche Reliquien und Objektkunst mit Eventcharakter.

Natürlich fehlen auch die traditionell satirischen Aschermittwochsreden zur Lage und Perspektive nicht, eingeordnet in ein Szenario, das wie jedes Jahr der Kreisverband Wartburgkreis-Eisenach entwickelt hat.

 

 

Andreas Hundertmark: 11 Bäume, die bleiben…

Ich bedanke mich ganz herzlich bei allen Wählerinnen und Wählern für ihre Erst- und Zweitstimmen.

Obwohl wir auf Bundesebene leichte Zugewinne hatten, war gestern bei mir von Freude wenig zu spüren. Das Ergebnis der AfD hat mich schockiert. Besonders frustriert hat mich die Tatsache, dass sie auch in meiner Heimatgemeinde den zweiten Platz erzielte. Bei den Erststimmen konnte ich hier zwar noch Platz 3 erringen, aber das Zweitstimmenergebnis ist für mich wirklich enttäuschend.

Auch das Ergebnis im Wahlkreis war alles andere als gut, obwohl die Verluste niedriger als im Thüringer Durchschnitt ausfielen. Besonders meiner Frau möchte ich danken. Sie ist es, die mir den Rücken freihält und mir gestern deutlich sagte, ich solle auf jeden Fall weiter politisch aktiv bleiben.

Über die Schwierigkeiten und Chancen bei einer möglichen Beteiligung von Bündnis 90/Die Grünen an der neuen Regierungskoalition möchte ich im Moment nicht spekulieren. Der Weg ist weit, dass wurde schon einige Male gesagt. Jörg Schönenborn meinte ja gestern ganz treffend im ARD-Wahlstudio, Jamaika liege in der Karibik und das Wetter dort sei „etwas stürmisch“.


Was von diesem Wahlkampf im Wahlkreis 190 auf jeden Fall in den nächsten Jahrzehnten bleibt, sind 11 Bäume unserer guten Aktion „Bäume statt Plakate“.